Ausblick

Mittwoch, 6. Juni, 20:00 Uhr
öffentliche Buchvorstellung
Rafael Cadenas, Klagelieder im Gepäck
Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff sprechen über den Dichter Rafael Cadenas und lesen aus seinen Gedichten auf Deutsch und Spanisch.
Rafael Cadenas (geb. 1930 in Barquisimeto, Venezuela), Lyriker, Essayist und Übersetzer, gilt im spanischsprachigen Raum als Klassiker der Gegenwartslyrik. Er trat als Kommunist der Militärdiktatur von Marcos Pérez Jiménez (1952-1958) entgegen und ging für einige Jahre nach Trinidad und Tobago ins Exil. Nach der Rückkehr nach Venezuela studierte er ab 1958 Philosophie und Literatur und wurde Mitglied der literarischen Gruppe Tabla Redonda (Runder Tisch). Cadenas übersetzte u.a. D. H. Lawrence, Tadeusz Różewicz, Walt Whitman, Konstantin Kavafis, Victor Segalen und Fernando Pessoa ins Spanische.
Sein Werk ist innerhalb der hispano-amerikanischen Lyrik ein ungewöhnlicher Wurf, weil es sich der Freiheit wie der Stringenz gleichermaßen verpflichtet fühlt. Cadenas Gedichte erkunden die Konstellationen von Macht und Sprache sowie die Rolle des Autors in diesem Gefüge. Sowohl abendländische wie östliche Philosophien spielen in seiner Dichtung eine wichtige Rolle.
Zuletzt veröffentlichte er unter anderem den Auswahlband Obra entera. Poesía y prosa 1958-1995 (2007) sowie die Lyrikbände Sobre abierto (2012) und En torno a Basho y otros asuntos (2016). Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt den XXVII. Premio Reina Sofía de Poesía Iberoamericana 2018.
Das Buch Rafael Cadenas. Klagelieder im Gepäck stellt zum ersten Mal eine Auswahl von Gedichten aus seinem Gesamtwerk übersetzt von Geraldine Gutiérrez-Wienken und Marcus Roloff aus dem venezolanischen Spanisch vor. Es erscheint nun in der parasitenpresse, Köln 2018.

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Samstag, 9. Juni, 20:00 Uhr
ABRISS-Abend
Heidelberg, UNESCO City of Literature, hat seit Kurzem eine neue Zeitschrift für Gegenwartsliteratur namens ABRISS.
Nachdem die erste Ausgabe als Papier und Druckerschwärze greifbar den Weg in die Buchhandlungen gefunden hat, stellt sich die junge Zeitschrift in der »universitas« vor.
Eine große Freude ist es uns, dazu die Autoren der ersten Ausgabe selbst willkommen heißen zu dürfen. Durch eine quirlige Mischung von Dichterlesungen, Livemusik, Diskussion und Wein hoffen wir, einen Interaktionsraum zwischen Schriftstellern, Redaktion und Lesenden zu öffnen sowie Anregungen für die nächste ABRISS-Ausgabe zu gewinnen.
Kommt vorbei!

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Mittwoch, 13. Juni, 20:00 Uhr
Der Stellvertreter
öffentliche Lesung literarischer Texte von einem ungenannten Autor / Diskussion im Anschluss
Der Autor – Stellvertreter des Autors? Oder ist er Zauberer – Ingenieur? Ein Toter, oder doch vielmehr ein Untoter, ein Wi(e)dergänger?
Um sich diesen und ähnlichen Fragen auf praktischen Umwegen zu nähern, experimentiert die Lesungsreihe Der Stellvertreter mit der Rolle des Autors. Vorgetragen werden dabei unveröffentlichte Texte von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren nach dem Stellvertreterprinzip: von fremder Menschen Stimmen, die sie selbst nicht sind.
Brechen die ausgelösten und nicht eingelösten Erfahrungen und Erwartungen einen Bann?
Der Text, vertreten von eines Anderen Prosodie – welchem Gemeinen wird er zugeeignet?

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Freitag, 22. Juni, 20:00 Uhr
öffentliches Gespräch zur Buchpräsentation
Jürgen Egyptien
»Und was ihr heut nicht leben könnt wird nie«
Jürgen Egyptien: »Stefan George« – Dichter und Prophet. Biographie
(2018, Theiss-Verlag)
Verlagsinfo zum Buch: »Der Name Stefan George (1868-1933) steht für den Beginn der modernen Dichtung ebenso wie für den ambitionierten Versuch, die deutsche Kultur aus dem Geist der Antike zu erneuern. Ästhetizismus, Kulturkritik und Charisma sind zentrale Aspekte, die diese Biographie entfaltet. Dabei wird auch Georges Lebensweg detailliert nachgezeichnet. Die Begegnung mit den französischen Symbolisten, die Beziehung zu Hofmannstahl, die Zusammenarbeit mit dem Jugendstilkünstler Melchior Lechter und die Etablierung des George-Kreises markieren wesentliche Stationen. Die Auswertung bisher nicht bekannter Quellen schärft den Blick für Georges Persönlichkeit. Der Dichterprophet zeigt sich als europäisch denkender, gut vernetzter Intellektueller. Seine Haltung zu Judentum und Nationalsozialismus wird klar profiliert. Um die Kommentierung ausgewählter Gedichte ergänzt, lässt die Biographie ein vorzügliches Gesamtbild des Menschen in seiner Zeit entstehen.« (https://www.wbg-wissenverbindet.de/11730/stefan-george)

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Montag, 25. Juni, 20:00 Uhr
öffentliches Gespräch
Die sechste Ausgabe der Zeitschrift für Literaturkritik Die Wiederholung bietet Essays zu Gedichten der Gegenwart. Jeder sucht auf eigene Weise eine Annäherung und Erklärung. Die Herausgeber, Jost Eickmeyer (Berlin) und Leonard Keidel (Heidelberg) präsentieren das Heft und laden zu einer Diskussion über Lyrikkritik ein.

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Samstag, 30. Juni, 20:00 Uhr
öffentliche Gastveranstaltung
[Ak.T]-heater Heidelberg
»Heimkunft-Herkunft-Ankunft« – Ein Spiel vom Fragen
»Warum… gehen wir weg? suchen wir Neues? finden wir Fremdes? zieht es uns in seinen Bann? gleichen wir uns ihm an? schütteln wir es ab? gleichen wir es uns an? sind wir uns selbst fremd? suchen wir das Eigene? finden wir uns wieder? kehren wir zurück? kommen wir bei uns an? heimaten wir uns? sind wir doch/nicht beheimatet? Diesen Fragen nähern wir uns gemeinsam literarisch, biographisch, kulinarisch.«
mit: Peter Staengle, Christiane Adam, Jutta Glaser, Hubert Habig, Edgar Gärtner

5. HeimKunft-HerKunft-AnKunft


(Karten an der Abendkasse ab 19 Uhr)

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2018 – noch nicht terminiert
Die verlegerische Konstitution des Öffentlichen
Frank Berberich (Herausgeber der Zeitschrift »Lettre International«)

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