Ausblick

16.5.2019, Donnerstag, 19:30 Uhr
öffentliches Gespräch
Dirk Werle (Professor am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg) anläßlich der Neuerscheinung seines Buchs »’Barocke‘ Lyrik lesen« (Verlag Vittorio Klostermann, 2019) im Gespräch mit Tobias Bulang (Professor am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg) mit Lesung, Bildern und Musik.

Wie sollte man deutschsprachige Lyrik des 17. Jahrhunderts lesen? Dirk Werle beantwortet diese Frage in seinem neu erschienenen Buch auf der Basis eines konsequent historischen Gattungs- und Epochenverständnisses: Unter ‚Lyrik‘ hat man im 17. Jahrhundert etwas anderes verstanden als heute, und der Begriff des ‚Barock‘ war unbekannt. Für die jedes Kapitel einleitenden Beispielanalysen, aus denen allgemeinere Überlegungen und Gesichtspunkte entwickelt werden, wurden Gedichte ausgewählt, die nicht in einschlägigen Anthologien auftauchen und die daher einen unbefangenen Zugang zu einem faszinierenden Feld der Literaturgeschichte ermöglichen. Werle zeigt, dass Lyrik des 17. Jahrhunderts durch eine Poetik der Wiederholung charakterisiert ist, die auf Affinität zur Musik und dem Prinzip geselligen Spiels beruht. Es handelt sich um eine Form von Popliteratur, die nicht direkt auf die Realität referiert, sondern eine poetische Eigenwelt erzeugt und für ihr Verständnis eine ‚Hermeneutik des Einfachen‘ fordert, die im vorliegenden Buch eingeführt und erläutert wird.

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20.5.2019, Montag, 20:00 Uhr
öffentliches Gespräch
Das Gedicht der Gegenwart
Hier und da heißt es, wir erlebten eine Blütezeit der deutschsprachigen Lyrik. Was kann man sich darunter vorstellen? Wir wollen es erkunden und laden dazu ein in die »artes liberales – universitas«.
Die Abende dieser Reihe werden eröffnet von einem Kurzvortrag: ein Gedicht oder eine kleine Zahl von Gedichten wird vorgestellt, dazu Eckdaten zu Autor*in und Werkkontext mitgeteilt. Dann werden wir in kolloquialer Offenheit Beobachtungen und Eindrücke diskutieren. Was ist das Gegenwärtige am Heutigen? Welche Traditionen knüpft das Gedicht, welche bricht es ab?

An diesem ersten Abend eröffnet Jost Eickmeyer (Berlin) das Gespräch.

In der Reihe »Das Gedicht der Gegenwart« laden wir ein- bis zweimal im Monat (während der Semesterzeiten) dazu ein, anhand einiger Gedichte eines heutigen dichterischen Werks, im offenen Gespräch, Formen und Themen kennenzulernen und zu diskutieren. Wenn Sie auch eine/n Dichter/in in dieser Runde vorstellen möchten, wenden Sie sich bitte an Leonard Keidel (info@diewiederholung.de).

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2018 – noch nicht terminiert
Die verlegerische Konstitution des Öffentlichen
Frank Berberich (Herausgeber der Zeitschrift »Lettre International«)

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